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Der Rentner und ehemalige leitende Schwimmmeister trainiert seit gut 35 Jahren einmal in der Woche eine Gruppe körperlich beeinträchtigter Menschen. "Seine besondere Fähigkeit liegt darin, die Behinderten, zumeist junge Menschen, zu motivieren und ihnen Gemeinschafts- und Erfolgserlebnisse zu geben", äußerte sich Horst Thoren zu der Entscheidung der Jury. "Axel Giesen hat eine unverwechselbare Art, die Schwimmer anzusprechen: Wenn einer mal beim Training trödelt, bekommt er zu hören: Willst du noch eine Tasse Kaffee und Plätzchen dabei?" Auch OB Norbert Bude gratulierte Gießen für seine beispielhafte Arbeit. "Er hat uns gezeigt, welches Ziel es zu erreichen gibt. Jeder Mensch, ob er in einem Kriseninterventionszentrum Hilfe benötigt, eine Behinderung hat oder auf die Tafel angewiesen ist, ist doch ein gleichberechtigtes Mitglied unserer Gesellschaft." In den Jahren seiner sozialen Tätigkeit blieben dabei Erfolge nicht aus. Erst im November 2011 erhielten Teilnehmer des Vereins "Schwimmen mit Behinderung" unter Trainer Axel Giesen 14 Medaillen auf den Special Olympics Meisterschaften in Essen, darunter zehn goldene, und qualifizierten sich somit für die Paralympics 2012 in London. Sein bisher größter Trainingserfolg ist die Arbeit mit Indro Chodoury, der ohne Hände und dem Verlust eines Unterschenkels, heute eine Strecke von 450 Metern in einer Stunde schwimmt.
Er macht weiter Das Preisgeld von 1111 Euro geht an den Verein "Schwimmen mit Behinderten" und ermöglicht der Sportmannschaft ein Intervalltraining. Die Teilnahme an weiteren Meisterschaften ist geplant. Axel Giesen, der gestern sichtlich gerührt war, macht sein Einsatz sehr viel Spaß. Deshalb steht für ihn fest: "Ich mache weiter."
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